Von Byron Bay nach Cairns...oder doch erstmal Mission Beach?!

Sonntag, 10.09.2017

Halli Hallo meine lieben,

es wird mal wieder Zeit, das ich euch auf den neusten Stand bringe. Vor 2 1/2 Wochen habe ich entschieden nach Cairns zu Reisen. Jetzt sitz ich allerdings in Mission Beach und bin Nanny. Lasst mich mit euch zurückblicken....

In Byron Bay hatte ich einen Job für Unterkunft im Hostel ergattert. Eigentlich auch ziemlich easy. 3 mal 7 Stunden die Woche...putzen und Wäsche machen. Leider hat mich aber die Grippewelle voll erwischt und so musste ich dann eben mit Fieber ranklotzen. Von nix kommt nix. Mein Ingwer Zitronen Tee und ein bisschen Medizin haben das Fieber dann auch vertrieben. Am Montag habe ich Eva aus Deutschland in meinem Zimmer kennengelernt, die mit Kim aus Schweden nach Cairns reist. Und ihr könnts euch wahrscheinlich schon denken.... Ja am Dienstag Abend habe ich dann ganz Spontan entschieden mit ins Auto zu hüpfen und die Reise zu starten. Der Hostel Chef war natürlich nicht begeistert, da ich ohne Vorwarnung gegangen bin und eigentlich für 4 Wochen zugesagt hatte aber so ist eben das Backpackerlife. Das einzige was ich schade fand war, dass ich meiner neu gewonnen Freundin Nadine garnichtmehr tschüss sagen konnte. Aaaaber die Welt ist ja ein Spielplatz und Australien ein Sandkasten. Der Plan steht, dass wir uns ende Oktober in Sydney auf dem Oktoberfest wieder sehen.

Zurück zur Reise... Am Mittwoch gings um 8 Uhr in Richtung Springbrook National Park. Dort sind wir zur Natural Bridge gegangen. Einem kleinen schönen Wasserfall in einer Höhle in der Nachts auch viele Glühwürmer zu sehen sind.

Um ca 15 Uhr sind wir in Noosa angekommen und sind dann nochmal zusammen den Coastal Track des Nationalparks gegangen und haben uns dort von einem schönen Aussichtspunkt den Sonnenuntergang angeschaut.

Da das Auto ziemlich laut war wenn wir gebremst haben entschied Kim, das Auto zur Werkstatt zu bringen. Die bestätigten dann auch, dass die Bremsen abgefahren sind und tauschten diese aus. In der Zwischenzeit liehen wir uns die kostenlosen Kajaks aus dem Hostel und paddelten auf dem Noosa River. 

Als Kim das Auto abgeholt hatte, fuhren wir in die Stadt und buchten unsere Fraser Island Tour 350$ für 2 Tage und eine Nacht. Danach gingen wir am Strand spazieren und fuhren zum Sonnenuntergang zum Lagoona Lookout.

Das Einkaufen gestaltete sich auch immer ziemlich einfach. Da Kim mit allem glücklich war konnten Eva und ich immer möglichst gesund Einkaufen.

Am Freitag fuhren wir weiter nach Rainbow Beach. Dort hatten wir dann einen Tag und eine Nacht bevor es nach Fraser ging. Im Hostel haben wir dann erstmal gefragt, was man sich denn am besten angucken könnte. Die sagten uns der Lake Poona wäre schön, der Creek, der Coloured Sand und der Carlo Sandblow auch. Am Carlo Sandblow gabs die möglichkeit zu Sandboarden, also gingen wir zu Happy Travels und schnappten uns die letzten 3 Bodyboards für später. Als wir zum Lake Poona aufbrechen wollten, sprang Alvaro, ich glaube aus Österreich, mit ins Auto und schloss sich an. Kurz danach mussten wir dann feststellen, dass wir nur mit einem Allrad Antrieb den See erreichen können. Also fuhren wir zu dem kleinen Creek (Ein Creek ist ein Fluss mit nur einer Mündung und einem Ende). War ganz niedlich aber nix besonderes. Also weiter zum Coloured Sand am Strand. Die Dünen sind Gelb, Weiß, Rot, Orange, Schwarz. Die meisten Leute fahren an dem Strand mit Ihren Autos entlang aber da Kims Auto nicht dafür ausgelegt ist war das unser Täglicher Spaziergang. Schauts euch selbst an die Bilder sprechen für sich.

Kurz vor dem Sonnenuntergang kamen wir am Carlo Sandblow an und trafen dort Markus, noch ein Schwede, mit dem wir dann Sandboarden waren. Zum Sonnenuntergang gesellte sich Hedi aus deutschland mit einem Briten dazu. Abends kochten wir alle zusammen und lernten von Markus wie man eine Peitsche schwingt.  

Um 7:45 Uhr wurden wir Samstag von unserem Tourbus eingesammelt und ab auf die Fähre nach Fraser. Als erstes gings zum Lake Mckenzie. Dort ist der Strand ganz weiß und das Wasser ganz klar. Die ersten 3 Meter sieht man den Boden noch und dann wird das Wasser dunkelblau, weils dann ziemlich Tief wird. Der See hat einen Ph Wert von 5, ist also etwas sauer. Uns wurde vorher von Guide empfohlen uns ein Peeling mit dem Sand im See zu verpassen und wenn wir Schmuck haben, diesen auch dort zu säubern. Also machten wir das auch. Meine Fußsohlen nahmen endlich wieder Hautfarbe an (ich lauf hier nur Barfuß oder in Flipflops rum)  und meine Haut war ganz weich. Evas Schmuck glänzte auch wieder. 

Nach einer Stunde wechselten alle die die 2 Tages Tour gebucht hatten den Bus und dann gings weiter zu einem Creek im Regenwald. Dort liefen wir ca 40 min entlang. Das besondere an dem Creek war, dass man das Wasser garnicht hören, aber sehen konnte. 

Der letzte Stopp am Samstag war Lake Wabby. Der liegt in einer großen Sanddüne und ist ganz Grün. Da es Nachmittags bewölkt war, war es nicht ganz so schön aber genossen hab ichs trotzdem. 

Während der Tour haben wir auch festgestellt, das ca 70% der Tour Deutsche waren... Uns Deutschen begegnet man auch überall. Australien wird Deutschlands 18tes Bundesland. HAHA

Sonntag gings morgens um ca 7:30 Uhr weiter. Erster Stopp war das berühmte Schiffswrack. Danach gings weiter zu den Pinnacles. Das sind glaube ich Sandsteine die Gelb und Orange gefärbt sind..von Natur natürlich. Dort gabs dann auch die erste große Spinne zu sehen, während sie zwei Gekkos zum Frühstück hatte. Kurz darauf gabs dann eine Teepause und eine kurze Wanderung zum Höchsten Punkt der Insel. Dort haben die Aboriginies, laut unserem Guide, damals die Sträflinge, Frauen und Kinder runtergeworfen. Von dort oben hatten wir eine tolle Aussicht. Wir konnten Rochen, Schildkröten, einen Hai, Fische und Wale sehen. Schwimmen direkt im Meer ist auf Fraser verboten, weil dort ziemlich viele Haie leben. Nach dem Mittagessen fuhren wir zu den Champaign Pools. Das sind Natürliche Becken, die durch Steine abgegrenzt werden und von dem meerwasser gefüllt werden wenn große Wellen kommen. Also keine Haigefahr. Während wir zu den Pools liefen, konnten wir direkt hinter den Pools, vllt 10 Meter weiter, Wale sehen. 

Der letzte Stopp auf Fraser Island war der Eli Creek. Wir bekamen Schwimmreifen und konnten und damit auf dem Creek treiben lassen.

Da wir Abends wieder in Rainbow Beach ankamen, nahmen wir uns dort noch eine Nacht im Hostel und fuhren am nächsten Morgen um 8 Uhr nach Tin Can Bay zum Delfine füttern und danach nach Maryborough (dort hat der Autor von Mary Poppins gelebt) da gibt es Mary Poppins Ampelzeichen und ein Cafe mit dem Name "A teaspoon full sugar". Da wir am gleichen Tag noch in Airlie Beach ankommen wollten, konnten wir aber nicht zu lange Pausen einlegen.

Um 23:30 Uhr kamen wir endlich an. Im Dunkeln in Australien Auto fahren ist schon gruselig, wenn man bedenkt, dass es hier Kängurus gibt die einem in die Frontscheibe springen, wenn man Pech hat. Hatten wir zum Glück aber nicht. Unseren Whitsundays Segeltörn hatten wir noch aus Rainbow Beach über Bookme gebucht. Wir hatten noch einen Tag Pause in Airlie Beach bevor es aufs Boot ging. Also machten wir noch ein paar Besorgungen und gingen dann zum Mount Rooper Walking Track. In der Stadt hatte ich Shakk wieder getroffen, den ich in Byron Bay kennengelernt habe. Er kommt aus Kanada und ist echt cool drauf. Der hat sich unserer Wanderung angeschlossen. Danach haben wir versucht einen Ort zu finden an dem wir den Sonnenuntergang sehen können.. Hat nicht geklappt. Und so schöne Sonnenuntergänge wie in Byron hab ich bisher nicht wieder gesehen.

 Als wir am nächsten Tag am Hafen ankamen, bekamen wir unsere Neopren Anzüge und wurden mit einem kleinen Boot zum Segelboot gebracht. Auch hier waren wieder mindestens 50% deutsche dabei. Nachdem alle auf dem Boot waren, gabs eine kurze Einweisung wie wir uns im Notfall verhalten und dann gings los. Wir halfen beim Segelhissen und segelten zur ersten Schnorchelstelle im Great Barrier Reef. Abends fütterten wir Haie mit dem übriggebliebenen Abendessen. Da wir morgens um 6 Uhr aufstehen mussten, gingen wir schon früh ins Bett. Um 8 Uhr kamen wir bei Whitsunday Island an. Einer der größten weißen Sandstrände der Welt. Da wir eine der ersten Gruppen waren die dort ankamen, hatten wir den Strand anfangs für uns alleine. Nach 3 Stunden wurden wir wieder abgeholt und haben mit Fischen geschnorchelt und später nochmal im Great Barrier Reef. Da hier im April ein Monsun gewütet hat ist einiges im Reef leider tot. Das meiste ist aber noch farbig, lebendig und wunderschön. Am letzten Tag konnten wir mit einer Schildkröte schnorcheln. Das war auch richtig schön. 

Den restlichen Tag haben wir an der künstlich angelegten Lagune in Airlie Beach verbracht und Abends gabs eine After Boat Party. Am nächsten Morgen hatte ich etwas Angst ich hätte mir Bettwanzen eingefangen, später stellte sich aber in der Apotheke heraus das mich die Mücken hier scheinbar lieben. 

Da einige von unserem Segeltörn den gleichen Plan hatten wie wir, fuhren wir zu sechst im Konvoj nach Townsville und setzten Abends noch mit der Fähre nach Magnetic Island über, wo wir uns am nächsten Tag ein Auto mieteten um die Insel zu erkunden. Wir wanderten auf dem Forts Walk und sahen 3 wilde Koalas. Abends fuhren wir in den Norden der Insel um uns den Sonnenuntergang anzuschauen. Am nächsten Morgen gabs dann den besten Porridge der Welt nach Rezept meiner Freundin Jana-Franziska in Deutschland etwas abgewandelt und danach gingen wir in den Tierpark vom Hostel, wo wir Schildkröten, Lizzards, Wombats und Koalas gestreichelt haben, Krokodile gesehen und eine Schlange um den Hals trugen. Außerdem gabs noch ein Foto mit Koala auf dem Arm.

Nachmittags fuhren wir weiter nach Mission Beach und liefen den Dreaming Trail. Dort trafen wir den gefährlichsten Vogel der Welt, Cassowary wird er genannt. Der lebt hier in freier Wildbahn und ist so groß wie ein Mensch. Danach wollten wir einen Creek entlanglaufen wo es am ende einen Wasserfall geben sollte von dem wir runterspringen können. Da der Creek aber sehr zugewachsen war, wussten wir nicht ob wir an der richtigen Stelle waren. Also entschieden wir uns einfach am Strand zu sein und die Jungs konnten Angeln. Abends fragten wir dann nochmal an der Rezeption des Hostels. Dort wurde uns gesagt, dass wir dort trotzdem lang können. Also versuchten wirs am nächsten Tag nochmal nachdem 4 von uns einen Fallschirmsprung gemacht hatten (ich nicht). Unterwegs begegneten uns einige große Spinnen und wer mich kennt weiß ja, ich bin kein Fan, ums nett auszudrücken. An einer Stelle mussten wir unter einer Spinne gebückt herlaufen, die mindestens so groß war wie meine Hand inkl. Finger. Am Ende gabs dann keinen Wasserfall, weils nicht genug geregnet hatte und das Wasser war auch nicht tief genug um reinzuspringen. Also entschieden wir uns zurück zu gehen. War auch ein Abenteuer. 

Jetzt kommen wir wieder zu der Nanny Geschichte. Montag Abend bekam ich einen Anruf von einer Deutschen die im Hostel arbeitet und wusste, dass ich Arbeit suche. Sie erzählte mir, gerade hätte ein Mann angerufen der dringend eine Nanny braucht, weil er auch Geschäftsreise ist. Eigentlich hatte er schon jemanden gefunden, die ist aber kurzfristig abgesprungen. Ich ließ mir die Nummer geben, rief ihn an und bin am nächsten Tag nach der Wanderung durch den Creek eingezogen. Ich bin alleine mit 3 Kindern. 8, 9 und 13 Jahre alt sind die Kids. Auch echt lieb. Unter der Woche sind sie von 8 bis 15 uhr in der Schule und dann beschäftigen sie sich auch gut alleine. Mit der Familie lebt hier auch ein Hund und eine Katze. Eigentlich ganz schön... das Problem ist, man riechts. Der Hund macht nachts ins Haus und als ich hier ankam hab ich erstmal alles geputzt, weils hier so dreckig war. Ich putze jetzt jeden Tag. Der Vater kommt am Dienstag zurück und sagte mir wenn er wieder kommt könnten wir darüber sprechen ob ich länger bleiben kann, aber das will ich nicht. Die kids tun mir da zwar echt leid aber mir ists hier zu dreckig. Am Mittwoch gehts dann weiter nach Cairns und ich suche jetzt schon fleißig nach Arbeit dort oben. 

 

Also meine lieben. Bis ganz bald XOXOXO

Noosa, Brisbane und zurück nach Byron!

Mittwoch, 16.08.2017

Am 3.8. war ich Nachmittags noch mit Nadine am Strand und Abends habe ich mit Cloe und Celine aus meinem Zimmer noch eine Heiße Schokolade getrunken.

Freitag bin ich ins Beach Hostel gezogen und habe meine Zimmergenossen kennengelernt: Gabi und Charles aus dem Französischen Teil von Canada. Mein erster Tag im neuen Hostel ziemlich doof, weil ich noch niemanden kannte und direkt Arbeiten musste. Aber besser Arbeiten als für Unterkunft zu zahlen

Der Samstag lief dann schon deutlich besser. Nach der Arbeit habe ich mich mit Nadine getroffen und wir sind zum Strand gegangen. Vorher hatten wir uns schonmal ein paar Flaschen Wein und Bier gekauft. Während des Sonnenuntergangs trifft sich hier in Byron Bay immer eine Trommelgruppe und Jamt und wir haben, so wie viele andere, mitten drin getanzt.

Danach sind wir ins Hostel und haben dort Daniel und Patrick aus Newcastle kennengelernt mit denen wir noch weiter gezogen sind. Der Sonntag war dann eher ein Katertag. Arbeiten musste ich zwar trotzdem aber danach war der Tag hauptsächlich durch im Bett liegen und Serien gucken gestaltet.

Am Montag und Dienstag habe ich natürlich wieder gearbeitet und war danach am Strand. Dienstag hab ich dann mit vielen aus dem Hostel auf der Terasse gesessen und bis in die Puppen getrunken.

Mittwoch am 9.8. bin ich ausgecheckt und im Aquarius Hostel eingecheckt. Nadine und ich sind dann nach Nimbin gefahren. Das ist schon ein abgefahrener Ort. Eigentlich nur eine Straße mit Regenbogenläden und am Ende der Stadt gabs eine kleine Kerzenfabrik.

Am darauffolgenden Tag bin ich mit Nadine nach Noosa aufgebrochen. Abends angekommen bin ich auch direkt ins Bett gefallen. Freitag war dann wieder ein aktiver Tag. Ich bin nach dem Frühstück aufgebrochen und hab mir Noosa angeschaut. Zuerst gings zum "Laguna Lookout", danach in die Stadt und im Anschluss durch den Nationalpark. Das war richtig schön. Überall Menschenleere Strände. Und am Ende habe ich Nadine und ihre Freunde am Sunshine Beach getroffen. Während wir da saßen, sprang ein Wal mehrfach richtig weit aus dem Wasser. Da er sehr Nah war konnten wir ihn gut sehen. Fotos hab ich davon aber leider keine.

Die Stadt selbst hat mir aber nicht so gut gefallen. Eigentlich hatte ich geplant in Noosa zu bleiben und dort nach Arbeit zu suchen, aber dafür hats mir da einfach nicht gut genug gefallen. 

Samstag bin ich morgens mit den beiden Holländerinnen aus meinem Zimmer mit den kostenlosen Kayaks zu den Sandbänken gefahren. Unterwegs haben wir Rochen gesehen und was Wasser war richtig klar. Als wir bei der Sandbank ankamen, stiegen wir aus und gingen einmal drüber. Mittendrin war ein großer Bereich voller kleiner Sandkügelchen. Da waren überall kleine Krebse die sich in den Sand einbuddeln und dabei so kleine Sandbällchen rausschmeißen. Die Krebse konnten wir auch hören und sehen. Die sehen ein bisschen aus wie Spinnen. (By the way: mir ist hier noch keine Spinne begegnet). Zurück zu den Krebsen: Die haben einen Kugelförmigen Blauen oder Schwarzen Körper mit ganz vielen kleinen Beinchen. Den Restlichen Tag verbrachte ich am Pelikan Beach. Ich hatte mich schon gewundert warum der so heißt. Hat sich aber schnell aufgeklärt. Da gabs Pelikane. Die sind ganzschön groß.

Abends gings dann weiter nach Brisbane, wo ich mich noch mit Michelle und Julia getroffen habe die ich in Byron kennengelernt habe. Auf ihrem Zimmer war noch ein anderes Deutsches Mädchen, Nicole, aus der Nähe von Osnabrück. Die Welt ist eben doch nur ein Sandkasten.

Am Sonntag bin ich dann erstmal in den Botanischen Garten gegangen und danach einmal über den Fluss und hab mir Southbank angeschaut.

Später habe ich mich mit  Nicole getroffen und wir sind in die Kostenlose Fähre eingestiegen und haben so eine Kostenlose Flussfahrt genossen. Danach sind wir langsam Richtung Hostel gelaufen wo Nadine mich dann wieder eingesammelt hat und wir wieder zurück nach Byron gefahren sind. Ich nahm mir noch Sonntag abend vor die Jobsuche diesmal intensiver zu gestalten und wie der Zufall so will, suchten sie in dem Hostel in dem ich unterkam Leute die für Unterkunft arbeiten wollen. Morgen kann ich anfangen. 3 Tage die Woche je 7 Stunden. Das heißt ich kann problemlos noch nach einem bezahlten Job suchen. 

In meinem Zimmer hab ich Fine kennengelernt die am Dienstag schonwieder aufbrach. Am Montag sind wir aber erstmal zum Sonnenuntergang zum Leuchtturm  gelaufen und haben Wale gesehen.

Gestern war ich auf Jobsuche und am Strand und jetzt sitz ich gerade am Hostelpool.Am Strand ist es heute leider zu Windig 

 

Bis ganz bald meine lieben

XOXOXO

Byron Bay

Donnerstag, 03.08.2017

Hallo mal wieder meine lieben,

wie schon im vorherigen Eintrag beschrieben, war ich dann natürlich noch beim Leuchtturm. Der Weg da hoch ist unheimlich schön und ich konnte an verschiedenen Stellen die tolle Aussicht genießen und Surfer beobachten. Wale habe ich sogar auch gesehen. Die waren richtig nah an der Küste. Das war ein großartiger Anblick. Nachdem ich dann, nach einigen Anstregnungen aufrund des steilen, treppenreichen Weges, oben ankam gabs erstmal nen Kaffee zu der Aussicht.

Ne halbe Stunde später gings dann wieder runter. Unten angekommen taten die Füße dann ganzschön doll weh...die nachwehen des Festivals kamen durch :-P. Für den Sonnenuntergang habe ich mich dann an den Main Beach gesetzt und bin kurz bevor die Sonne unterging dann in Richtung Hostel gelaufen, um noch im hellen anzukommen. Scheinbar hab ich mir unterwegs auch einen ordentlichen Sonnenbrand am Bein eingehandelt. Die Sonne hier ist aber auch leicht zu unterschätzen. Momentan ist hier ja Winter. Das heißt die Temperaturen sind hier Tagsüber so bei 25 Grad und da holt man sich in Deutschland ja so schnell keinen Sonnenbrand. Aber in Zukunft wird immer gut eingecremt. 

Am Mittwoch hab ich mich dann mit der Nadine getroffen, mit der ich auf dem Festival gearbeitet habe.

Nadine wohnt in oceanshores bei einer Familie als Nanny. Sie ist 28 Jahre alt und kommt aus Hamburg. Wir haben in den letzten Tagen immer viel Zeit miteinander verbracht und so ist sie zu einer richtig guten Freundin geworden. Sie ist schon seit Januar hier und bleibt auch nur ein Jahr. "Harrison Ford" ist ihr Van den sie total schön bemalt und super ausgebaut hat.

 

Am Donnerstag war ich morgens erst mit Tess aus meinem Zimmer (sie kommt gebürtig aus Melbourne) auf dem Farmers Market. Dort gabs dann einen Grünen Smoothie....Mir war da eindeutig zu viel Sellerie drin aber trinkbar war er trotzdem. Nachmittags hat Nadine mir dann das Surfen beigebracht. Oder sagen wir lieber sie hats versucht.. HAHA das ist nämlich garnicht so einfach wie es aussieht. Auf den Knien habe ich dann die ein oder andere Welle geritten aber auf die Füße bin ich nicht gekommen. Als Trockenübung ist das auch ganz einfach, aber auf dem Brett in der Welle habe ich mich gefühlt wie aufs Brett geleimt. Also üben, üben, üben und irgendwann klappts dann hoffentlich auch bald.

Am Freitag bin ich mit Sonja (30Jahre alt aus Heidelberg) mit dem Bus nach Mullumbimby gefahren. Dort haben wir am Farmersmarket Nadine und Annabell (ebenfalls Aupair) getroffen und gut gefrühstückt. Annabell hatte ihre kleinen Kiddies dabei und nach unserem Frühstück gings dann ins Crystal Castle. Unterwegs zum Markt sind Sonja und ich an einem Fluss vorbeigekommen wo ziemlich viele Fledermäuse in den Bäumen hingen. Die sind ja riesig hier.

Naja zurück zum Crystal Castle. Der Eintritt sollte 28$ kosten. Dank meinem Studenausweis hab ich dann "nur" 25$ bezahlt. Der Park war schon schön aber keine 25$ geschweige denn 28$ wert. Im Park gabs dann noch eine Höhle in die man gehen konnte. Dafür sollte man dann aber nochmal 80$ kosten und das wars uns dann nicht wert. 

Nachmittags gings dann an den Strand und zwischendurch holte ich Marcel ab der aus Brisbane übers Wochenende kam. Mit Marcel bin ich schon in Deutschland über Facebook in Kontakt gekommen. Eigentlich wollten wir uns schon in Brisbane treffen aber durch meinen verzögerten Flug klappte das alles dann ja nichtmehr.

Den restlichen Tag verbrachten wir dann am Strand. Abends setzten wir uns in den Gemeinschaftsraum mit Sonja und Cor (Holländer auf durchreise) und tranken ein paar Bierchen. Wir kamen ins Gespräch mit einigen anderen Leuten und die Jungs zogen noch los in die Stadt.

Samstag Vormittag verbrachten wir wieder am Strand bis Nadine, mich und Marcel abholte. Wir fuhren zu den Minyon Falls. Die Straße war voller Schlaglöcher, sehr schmal und kurvig. Aber der Anblick des Wasserfalls hat alles wett gemacht.

Eigentlich wollten wir an dem Tag noch nach Nimbin in das Hippiedorf aber dafür wurde es dann zu spät. Wir entschieden dann uns schonmal mit Bier und Wein für den Abend einzudecken und zum Sonnenuntergang zum Leuchtturm zu fahren. Der Plan ging aber nicht auf, weil wir am Leuchtturm leider keinen Parkplatz mehr bekamen. Also fuhren wir zu einem Strand und machten es uns dort mit einem Bier gemütlich bis die Sonne unterging.

Danach hatten wir aber auch ordentlich Hunger und sind mit Silvia (28 Jahre und aus Polen) in das Restaurant neben unserem Hostel gegangen und haben uns eine der legendären Pizzen aus dem Holzofen gegönnt. War ziemlich gut :-). Danach gings wieder in den Gemeinschaftsraum, wo wir wieder Leute kennengelernt haben. Darunter Rafael aus Brasilien, Amane aus Japan, einer aus Canada dessen Namen ich vergessen hab und Steffen aus Deutschland. Dann gings erstmal ins Railway mit Livemusik und später ins Woodys.

Am Sonntag haben Marcel, Steffen und ich uns dann für 2 Stunden die kostenlosen Fahrräder vom Hostel genommen und sind zum Leuchtturm gefahren. Der restliche Tag war dann eher auskatern und Beachen.

Montag hab ich mich mal an meinen CV (Lebenslauf) gesetzt und bin auf Jobsuche gegangen. Ich bin auch ziemlich schnell fündig geworden. Am nächsten Tag konnte ich dann schon anfangen in einer Massagepraxis. War aber eher ne Pleitenummer. Ich hab den ganzen Dienstag nur rumgesessen und nicht eine Massage gehabt und da ich nur für Massagen bezahlt werde, war das doof. Am Mittwoch sind aber kurzfristig 2 reingekommen und so hab ich dann doch noch 80$ verdient.

Heute war wieder nix los. Aber ich fange morgen in einem anderen Hostel an, für Unterkunft zu Arbeiten. 6 Tage die Woche 3 Stunden putzen. Eindeutig besser als bezahlen. Ich wäre eindeutig auch gern in meinem jetzigen Hostel geblieben, weils hier so schön ist aber die haben hier keinen Job für mich, also weiter ziehen. Jetzt guck ich mal ob ich innerhalb der nächsten Woche auch noch einen bezahlten Job finde. Wenn nicht gehts dann weiter nach Noosa und dann stürme ich dort den Arbeitsmarkt. Gestern hatte ich ein Interview für Arbeit für Unterkunft und Essen aber da hätte ich 36 Stunden arbeiten sollen und müsste in nem Bus schlafen. Das war mir zu viel krass... Da hab ichs mit dem Hostel besser getroffen denk ich. 

Gestern Abend habe ich beim Abendessen noch ein super nettes Paar aus Deutschland kennengelernt mit denen ich heute morgen zum Sonnenaufgang gefahren bin.

Das wars dann auch schon wieder von mir. Ich meld mich wieder wenns wieder ordentlich was zu erzählen gibt. 

XOXOXO eure Inga

Here I am

Dienstag, 25.07.2017

Hey meine lieben,

eigentlich sollte ich ja schon letzten Dienstag ankommen. Das hat sich allerdings auf Donnerstag verschoben. Ich saß am Sonntag abend schon im Flieger und dann mussten wir alle wieder raus. Wegen Technischen Problemen konnten wir dann erst am Montag abend in Deutschland abheben. Für die Nacht wurden uns Hotelzimmer gestellt. Dort lernte ich dann schon Lorena und Anna kennen mit denen ich nach 7 Stunden Flug dubai erkundete. 

In Dubai nahmen wir uns ein Taxi und hielten an verschiedenen Stops. Wir waren in einem Geschäft in dem es Tische und Stühle aus Kamelknochen, und Teppiche aus Kamelhaar gab. Am Burj al Arab waren wir natürlich auch. Der letzte Stop war dann die Dubai Mall neben dem Burj Kalifa. Hoch hab ich mich nicht getraut aber der Anblick allein war schon überwältigend. Jede halbe Stunde gab es vor der Mall Wasserspiele. Vor allem Nachts sind diese besonders schön.

Um 2:30 Uhr Dubai Ortszeit gings dann weiter in Richtung Brisbane. Nach 7 Stunden gabs einen Zwischenstop in Singapur zum nachtanken und nach einer Stunde gings dann weiter nach Brisbane.

Völlig erschöpft am Flughafen angekommen, nahm ich mir ein Taxi zum Hostel. Als ich um 5 Uhr endlich im Bett lag, ging der Feueralarm an und alle mussten raus. 5 Min später war dann aber schonwieder alles vorbei. 

Da ich um 10 Uhr auschecken musste hatte ich nicht viel Schlaf und lief total übermüdet in der Stadt herum um zur Bank zu gehen und mir einen Schlafsack für das Festival zu kaufen. Danach suchte ich mir einen Busbahnhof und fuhr mit dem nächsten Expressbus nach Byron Bay. Da die Fahrt 2 Stunden dauerte konnte ich im Bus noch etwas Schlafen. 

Angekommen in Byron nahm ich dann den Shuttle zum Festival und lernte dort das Team der Sauerkraut Sisters kennen. Natürlich alle Deutsch. Für den Start in Australien war das super für mich. Alle waren erstaunt, dass ich direkt Arbeite nachdem ich lande und zollten mir ihren Respekt. Für mich war dieses Festival aber einfach nur der perfekte Start.

Ich muss allerdings sagen, dass das Wochenende sehr anstregend war, ich aber auch sehr viel Spaß hatte und tolle Leute kennen lernen konnte. Außerdem hab ich gut Geld verdient. Die Nächte waren bitterkalt. Aber hier ist ja auch Winter. Die Zelte haben wir mit Kartons isoliert und hatten 3 Decken auf uns liegen. 

Gestern bin ich dann im Hostel in Byron Bay im Beach Resort eingecheckt. Hier ist es sooo schön. Und zum Strand muss ich nur einmal über die Straße.

Tausendmal besser als im Zelt. Ich bin in einem 8er Zimmer mit 4 anderen Mädels. Wir haben ein eigenes Bad im Zimmer. Wie geil ist das denn?!. Als ich im Zimmer ankam traf ich schon Anna mit der ich dann in die Stadt fuhr um zu Essen und Einzukaufen.

Sie ist heute aber schon abgereist. Ich gehe gleich zur Rezeption und frage nach nem Job hier im Hostel ;). Danach geh ich in die Stadt, zur Bank um meine Karte zu beantragen und dann ab zum Leuchtturm von Byron Bay. Von da aus kann ich vielleicht Wale und Delphine sehen.

Wenn meine Füße dann nicht zu sehr wehtun durch die nachwehen vom Festival. 

So ihr lieben. Bis denne. ich halte euch auf dem laufenden. ♥

 

 

Zeit für Abschiede

Samstag, 08.07.2017

In den letzten Tagen war wieder einiges los bei mir.

Letzten Freitag habe ich mein Visum beantragt und glücklicherweise habe ich es ein paar Sekunden später schon erhalten. 

Am letzten Wochenende war ich in meiner Heimat um nochmal ein Wochenende mit meiner Familie zu verbringen. Meine Geschwister sind auch extra an dem Wochenende gekommen und so hatten wir nochmal ein paar schöne Tage zusammen.

Außerdem habe ich mit meiner ersten Chefin telefoniert und mir so den Job als "Sauerkraut Sister" auf dem Festival "Splendour in the grass" in der Nähe von Byron Bay gesichert.

 

So langsam habe ich auch alles da was ich brauch. Da kommen ne Menge kosten zusammen. Dieses ganze Kleinkram kostet ganzschön viel Geld wenn sich das so häuft. Vor einigen Wochen habe ich aber mein Auto verkauft um mir dieses Abenteuer leisten zu können. 

 

Gestern habe ich eine kleine Abschiedsfeier in meiner WG gefeiert und die wichtigsten meiner Freunde waren da. Ich habe mich total gefreut das so einige Leute da waren und wurde auch etwas Melancholisch. Wir hatten einen wundervollen Abend und ich bin sehr glücklich darüber, so viele tolle Menschen in meinem Leben zu haben.  

 

Also meine Lieben. Ich melde mich dann wieder aus Australien 

Bald geht es los

Dienstag, 20.06.2017

Der Tag rückt immer näher und die To Do Liste wird langsam kürzer. Dafür steigt die Nervosität aber auch die Vorfreude. Am 16.07.2017 geht der Flieger aus Düsseldorf, über Dubai, nach Brisbane und dann kann das Abenteuer beginnen. 

 

Heute habe ich schon die erste kleine Bewerbung abgeschickt, um schon ein paar Tage nach meiner Landung, einen Job auf dem Splendour Festival in der Nähe von Biron Bay zu ergattern. Eine meiner besten Freundinnen war vor ein paar Jahren schonmal, wie so viele andere, in Australien und hat dort öfter für eine Frau gearbeitet, die gebürtig aus Deutschland kommt. Sie hat regelmäßig auf Veranstaltungen Essensbuden und braucht dafür immer mal Leute. Mit dem Vitamin B Kontakt kann ich so vielleicht schon einige Jobs sichern.

Außerdem hab ich heute einen super Schnapper geschossen und in der Sportarena meinen schönen blauen Deuter Aircontact für 180€ statt 240€ gekauft.

 

Aktuell läuft auch der ganze Impfklimbim ab für Thailand. Tollwut, Jap. Enzephalitis, Typhus und Hep. A. Aber lieber jetzt ein paar Spritzen als dass ich mir da irgendwas einfange. 

Am Freitag werde ich meinen Reisepass abholen und mein Visum beantragen.

Bei dem ganzen Orgastress geht glücklicherweise meine Nervosität etwas unter. In nicht ganz 4 Wochen geht mein Flug und ich muss mich von meinen Freunden und meiner Familie für 1 Jahr verabschieden. Aber zum Glück gibts ja Skype und Handys. Dafür darf ich innerhalb der nächsten 12 Monate großartige Erlebnisse machen und diese mit euch teilen.

 

Also bleibt gespannt meine Lieben ich halte euch auf dem Laufenden.